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Wandfarbe sprühen - wie macht man es richtig?

Mai 14, 2019 - Lesezeit: 3 Minuten

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Ich arbeite viel zuhause. Die gesamten Laminatböden im Haus habe ich in unendlichen Abenden und Wochenenden verlegt. Ebenso diverse Holzarbeiten wie Holzdecken (ja, die waren mal modern) und auch sonst scheue ich mich nicht, Hand anzulegen, wenn es darum geht das Haus in Schuss zu halten.

Aber eine Sache mag ich überhaupt nicht: Streichen. Wenn es irgendwie geht, versuche ich dem auszuweichen und es hinauszuzögern. Aber wie es so ist, die Arbeit muss getan werden, wenn man es daheim weiterhin schön haben will.

Und bevor jemand fragt, warum ich die Wände im Haus nicht einfach tapeziere: Das mag ich noch weniger! Um dem ewigen Kreislauf aus Tapezieren, Streichen, Streichen, Streichen, Tapeten runterreißen und wieder von vorne anfangen habe ich mich dazu entschlossen, es einmal komplett ohne Tapeten zu versuchen.

Gesagt, getan. Einmal noch die Tapeten runter. Hat wie gewohnt lange gedauert. Und im Vergleich zu sonst musste ich die Wand entsprechend preparieren. Die Oberfläche musste makellos sein. Das hat einige Zeit gedauert. Vor allem waren es unzählige Wiederholungen von Spachtelmasse auftragen, trocknen lassen, schleifen, prüfen und dann wieder von vorne. Und dabei sprechen wir von etwa 50 Quadratmetern Wand! Aber schließlich hatte ich es geschafft und war zufrieden mit meinem Ergebnis.

Das Streichen wollte ich nun so effizient wie möglich erledigen. Und da ich das Streichen mit Pinsel und Rolle als altbacken empfinde, habe ich mich erkundigt, ob es mittlerweile andere Möglichkeiten gibt.

Dabei bin ich auf diverse Hersteller gestoßen, die Pistolen anbieten, mit welchen man Wandfarbe sprühen kann.

Bevor ich mir so ein Gerät anschaffen wollte, habe ich erst einmal meinen Vater angerufen. Der hat normalerweise alles, was im Heimwerkerbereich zu haben ist. Aber anscheinend hat er Spaß daran, unzählige Stunden mit Pinseln und Rolle zu verbringen. Aber als ich ihm von dem Prinzip des Farbsprühens erzählte, war er interessiert und meinte, wir könnten uns die Anschaffungskosten teilen. Sehr gut, also nur noch die halbe Investition, was die gesparte Zeit und das Vermeiden unangenehmer Tätigkeiten noch rentabler machte.

Von der Technik her, stand ich vor der Entscheidung, mich für eines der beiden gängigen Systeme zu entscheiden:

  • HVLP
  • Airless (HEA)

Da ich eine große Fläche zu bearbeiten hatte und mein Vater seine Scheune mal neu streichen wollte, entschieden wir uns für ein HEA System.

Dies hat mehrere Vorteile:

  • Geeignet für große Flächen.
  • Nahezu alle Farbsorten können unverdünnt verwendet werden.
  • Kein separater Farbtank notwendig, Farbe kann direkt aus dem Farbbehälter (Eimer) verwendet werden.

Der Nachteil (mehr Sprühnebel als bei HVLP) war mir nicht wichtig. Ich hatte eh alles abgeklebt wegen der Schleifarbeiten. Und ein starker Baustellenlüfter, der die Luft aus dem Raum (und damit auch den Farbnebel) transportierte tat ihr übriges.

Ich werde mir auch jeden Fall noch ein HVLP System besorgen, für kleinere Arbeiten, wie zum Beispiel Türrahmen.

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